Der Eisberg im Team

Shownotes

Über diese Folge

Was entscheidet wirklich über gute Führung – die Strategie oder das Unausgesprochene? In diesem Kurzinterview spricht Asja Mize über Teamführung und Selbstführung, das Eisberg-Prinzip in Organisationen und den ersten Schritt, wenn im Team etwas spürbar, aber ungesagt bleibt. Themen der Folge

Asjas Weg: von Millionen-Kreditentscheidungen im Bankenumfeld zur Transformationsbegleiterin Der Moment, in dem fachliche Kompetenz allein nicht mehr reichte Das Eisberg-Prinzip: was in Unternehmen unter der Oberfläche wirkt Warum Veränderung häufig an Kommunikation scheitert – nicht an der Strategie Der erste konkrete Schritt bei unausgesprochenen Spannungen im Team Asjas ein Gedanke zum Mitnehmen

Über den Gast

Asja Mize ist Business Coach und Transformationsbegleiterin. Nach Jahren im Bankenumfeld mit Verantwortung für weitreichende Kreditentscheidungen begleitet sie heute Führungskräfte und Unternehmen dabei, das sichtbar zu machen, was unter der Oberfläche wirkt – für Führung, die Menschen wirklich mitnimmt. (https://www.mize-coaching.de))

Mehr von Impulstage Wirtschaft Ein Format der LeadershipAkademie.online von Nathalie Wallner. (http://https://leadershipakademie.online))

Transkript anzeigen

00:00:00: Guten Morgen!

00:00:04: Hallo Asja, guten Morgen.

00:00:05: Schön dass du da bist.

00:00:06: Hallo liebe Natalie, guten morgen.

00:00:08: Grüße dir.

00:00:10: Wir sprechen heute über dich und dein Thema im Rahmen der Impulstage.

00:00:18: ich freue mich auf das Interview.

00:00:20: als allererstes.

00:00:22: die Frage an dich wenn man deinen Weg betrachtet einmal so diese Millionen Kreditentscheidungen in Bankenumfeld dann auch die Arbeit als Business Coach und Transformationsbegleiterin.

00:00:38: Was hatte ich am meisten geprägt davon?

00:00:42: Ja, erstmal vielen Dank für die Einladung.

00:00:44: und gleich eine spannende Frage zu beginnen was hat mich geprägt in meinem ersten Leben wie gesagt Banker & Credit Risk Manager und auch durch das Elternhaus sehr geprägnet mit der beruflichen Karriere aber im Konzern selber hat mich geprägt dass diese Es gibt immer eine Strategie, es gibt immer diesen ein- und zwölfjahres Plan.

00:01:09: Und tatsächlich zwölff jahres planen weil man ja immer auch um die Ecke schaut.

00:01:13: aber irgendwann habe ich gemerkt ist das nicht die Strategie sondern die Menschen diese verstehen oder nicht verstehen die sie umsetzen oder nicht umsetzten.

00:01:20: und es ist ja immer so dieses aus einer Strategie wird ein Erfolg und aus einem Erfolg wird eine Liquidität durch die ein Unternehmen wieder neue Strategien entwickeln kann.

00:01:30: Und das Problem saß aber halt immer im Raum, nämlich die Menschen.

00:01:36: Das ist spannend!

00:01:37: Gab es tatsächlich so einen Moment den du festmachen kannst, an dem du gemerkt hast.

00:01:43: Fachlichkeit ist gut, aber fachliche Kompetenz reicht nicht aus wenn wir die Menschen innerlich nicht mitnehmen können?

00:01:51: Ja ich hatte eine Zeit als Multi-Projekt Managerin in einem Stabstelle im Corporate Bereich Und wenn du im Multi-Projektmanagement einfach viele Menschen immer wieder triffst, merkst du das jetzt immer wieder so ein Elefant am Tisch.

00:02:04: Jeder weiß um was es geht aber keiner spricht's an.

00:02:07: und das ist dann das wo ich so ungeduldig werde dass ich denke da sitzt so viel Kompetenz im Raum und wir kriegen sprich wörtlich damals die PS nie auf die Straße weil einfach dann kann der nicht mit dem und dann wird übereinander gesprochen aber nicht miteinander.

00:02:24: Da verpufft so einiges Potenzial im Raum.

00:02:29: Okay, ich kenne aus deiner Arbeit die Arbeit mit dem Eisberg als Bild.

00:02:43: Was ist aus deines Sicht das was in Unternehmen meist unter der Oberfläche verborgen bleibt aber trotzdem wie so ein geheimer Agent letztendlich alles beeinflusst?

00:02:58: Es ist tatsächlich diese Beziehungsebene, also auch die Gefühle, die jeder Einzelne mit sich rumträgt oder Erwartungen.

00:03:05: Unausgesprochene Erwartung an den anderen.

00:03:08: Ja es war doch klar dass das deine Rolle ist in deinem Team oder wenn Prozessübergaben sind oder im Projekt Phasen plan du check act, kennt jeder?

00:03:16: Also einfach dieses ineinander, die Rädler ineinander greifen und wenn das nicht tut, dann ist immer das was unter dem Eis berg hängt Das ist so viel Potenzial.

00:03:27: Es geht nicht rum, ein Tsunami zu produzieren, dass das alles auf einmal hochkommt sondern es geht drum, die Dinge, die notwendig sind in dem Moment weiter wachsen zu können, weiter wirken zu können sich weiter entwickeln zu können besprechbar zu machen und auch zielorientiert für alle nutzbar zu tun.

00:03:47: Manche braucht halt eine Übersetzung und manche spürts und mancher tut's und das aber alle in die gleiche Richtung rennen meinen Tun und wirken früher selber als Führungskraft oder erst selber als Mitglied, dann als Fährungskrafter.

00:04:01: Und jetzt heute von der anderen Seite als Coach und Trainer und Sparingspartner für die Teams.

00:04:09: Um das jetzt an dieser Stelle bei dem Thema Kommunikation sind vielleicht nochmal ein bisschen auf dieses Thema Kommunikation zuzuspitzen?

00:04:17: Die Unternehmen investieren ja in Prozesse, Strukturen und Tools... sehr viele, sehr stark.

00:04:25: Warum scheitern Veränderungen trotzdem häufig an der Kommunikation und eben an diesen unausgesprochenen Themen?

00:04:34: Weil oft doch noch von oben nach unten regiert wird und Menschen vor Ursachen zahlen nicht umgekehrt.

00:04:40: Und das muss man erst mal verstehen was das heißt.

00:04:42: also da haben immer dieses dreie klassisch oben hera ist so Spitz obensitztes Chef und die Mannschaft.

00:04:49: aber ich kann das Ding auch umdrehen.

00:04:50: und die Kommunikations dazwischen Die Lebensschicht, die findet halt oft nicht statt.

00:04:55: Die Übersetzung der Strategie ins Operative und Weißwörter.

00:04:59: Und je mehr im Daily Doing da auch eine Kommunikation stattfindet, je mehr ist es ein Commitment, ein Bewusstsein der Mitarbeiter, dass sie selber auch Unternehmer sind?

00:05:13: Dass Sie selber Ihren Job mitgestalten.

00:05:14: und wenn Sie's eben nicht tun um nur sagen, nicht meine Aufgabe dann sind sie halt auch Unterlasser.

00:05:21: Da bin ich dann aus eigener Erfahrung manchmal auch mittlerweile Hart im Wörding, ich weiß aber das ist das was es tatsächlich ist.

00:05:30: Braucht dann manchmal diese Klarheit?

00:05:34: Ja, Studier dem Freie in malen Wohnwagen zu mieten, hundert Currywurst zu kaufen und so gucken wie viel Geld man verdient in einer Woche mit Verkaufe.

00:05:41: eine Currywurst also.

00:05:42: und da braucht Kommunikation im Vertrieb, im Innendienst.

00:05:45: oh die Wurst brennt an und nachher oder ist noch Senf... Also jetzt im übertragenen Sinne was was braucht's?

00:05:51: ja und das ist Eisberg Elefant in Scheiben und meine Transformationsgeschichte, die sich immer wieder bestätigt.

00:06:00: Egerne kleine oder große Betriebe.

00:06:04: Und einmal so für unsere Zuhörer?

00:06:09: Was ist denn aus deiner Erfahrung der erste konkrete Schritt, den eine Führungskraft gehen könnte?

00:06:19: wenn sie merkt?

00:06:20: Ups!

00:06:22: Da stimmt was nicht in meinem Team und keiner sagt was

00:06:30: Es gibt so eine Mini-Intervention, der heißt was zieht uns Energie und wie behindern wir uns gegenseitig?

00:06:38: Nicht als Vorwurf sondern als ganz sachliche Wahrnehmung jeder aus seiner Perspektive.

00:06:44: Ich meine wir beide kennen das.

00:06:46: Wir sind alle Pipi Langstrumpf Jeder kreiert sich seine Wirklichkeit.

00:06:50: Und da aber auch ehrlich drauf zu schauen und zu sagen Was ist es?

00:06:55: Und dann nicht direkt in die Bewertung zu gehen Sondern einmal zu sagen Ah interessant so siehst du das.

00:07:01: Und auch als Führungskraftmann, so als Regisseur drüber drauf zu schauen auf so eine Bühne den Perspektivwechsel sich zu erlauben und dem Team zu erlauben miteinander zu sprechen.

00:07:16: Um was geht es eigentlich wirklich?

00:07:18: Weil oft sind es so Mini-Sandkörner die ein Riesenballon aufblasen und der so viel Zeit braucht.

00:07:26: Ich bin kein Freund von dem Wort Work-Life Balance sondern ich sage immer Live Balance, weil wir sitzen jeden Tag auf Arbeit fünf, acht, zehn Stunden und es ist Lebenszeit.

00:07:36: Und wenn ich die mit jemandem verbringe um einen Unternehmensziel zu erreichen dann sollte ich ja trotzdem auch schauen, um was geht's eigentlich wirklich?

00:07:46: Also meine Kollegen nicht mögen, muss mein Chef nicht möge ich muss mit niemanden in Urlaub aber man sollte am Unternehmenzweck der Zweck für den mal als Experte eingestellt ist Wohlwollen miteinander arbeiten und deswegen auch immer die Frage, um was geht es eigentlich wirklich?

00:08:02: Ja.

00:08:05: Und wenn du unseren Zuhörern heute noch einzigen Minigedanken mitgeben dürftest, welcher wär das?

00:08:13: Don't be the elephant!

00:08:14: Be different.

00:08:17: Cool.

00:08:18: Dann hoffe ich dass wir bei allen Zuhöhrern, ob sie dann in die Arbeit wieder zurückgehen ganz ganz ganz wenige Elefanten haben Und sag erst mal vielen, vielen herzlichen Dank für den Einblick in deine Arbeit und freue mich auf vielleicht das nächste Interview.

00:08:36: Vielen Dank dir an Anathalie für deine Zeit und deine Einladung Herzlin!

00:08:40: Danke schön.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.